Liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinden im Dekanat,

Dekanin Gottwald-Weber
Bildrechte: Dorothea Eidam

ich staune, wie sehr die einzelnen Kirchengemeinden auf die Coronakrise reagieren und wie sehr sich die Menschen vor Ort aneinander halten, ihre Frömmigkeit gestalten, trotz ausfallender Gottesdienste und Leben und Last miteinander teilen.

Das ist christliche Gemeinschaft.

Christliche Gemeinschaft wird vor Ort gelebt.

In Weißenburg haben der Kirchenvorstand und das Team einen Osterbrief mit Andachten zur Karwoche und zu Ostern in alle Haushalte ausgetragen - so wie in vielen anderen Kirchengemeinden auch - und es hat große Freude gemacht bei diesem Kaiserwetter durch die Gassen zu gehen und so manchen Plausch aus guter Entfernung zu führen.

Nie vorher hatten wir uns so auf den Weg zu unseren Gemeindemitgliedern gemacht.

Das sollten wir auch nach der Corona-Pandemie vielleicht beibehalten.

Solche Aktionen können ein Beispiel dafür sein, dass diese einmalige Situation auf dem Globus nicht nur Verunsicherung, existenzielle Not, Leid und auch Schuld bringt, sondern Neues, Kreatives, und Lebensfreude fördern kann.

Sind die Kirchengebäude zwar derzeit leer, so lebt sichtbar und spürbar die Kirche Jesu Christi in anderer Weise.

Vieles steht durch diese Krise unter einem neuen Vorzeichen.

Der Mensch braucht ein Zuhause und manche haben jetzt Zeit ein wenig mehr zuhause zu sein, nicht nur örtlich, sondern auch bei sich.

Es ist wie eine globale Einladung zur Einkehr.

Sie kennen sie wohl die vielerzählte Geschichte von den beiden Mönchen, die sich auf den Weg machten, um die Stelle auf Erden zu finden, wo sich Himmel und Erde berühren. Nach einer langen Reise fanden sie sich an dieser Stelle ein und siehe, sie waren wieder in ihrer Klosterzelle angelangt.- Da lachten sie herzlich und freuten sich von nun an ihres Lebens.

Ein wenig wie die Mönche sind wir auch.

Wir reisen und sind extrem mobil, immer mit Termindruck und Stress unterwegs in Gedanken und Taten heute hier und morgen dort.

Durch die Ausgangsbeschränkungen werden wir gezwungen zuhause zu bleiben und die einen atmen auf, kommen zur Ruhe, genießen das Leben auf dem Land, in den Gärten und Auen, den anderen fällt vor allem in den Städten die Decke auf den Kopf und Konflikte und Gewalt nehmen zu. 

Die einen gehen wie bisher ihrer Arbeit nach, andere haben einen extremen Zuwachs an Aufträgen und zerbrechen fast unter ihrer Arbeit und anderen bricht die Existenz weg. Alte Menschen sind bedroht wie kaum zuvor und dürfen nicht mehr besucht werden.

Es ist in dieser Krise Leid und Freude so nah beieinander.

Leid und Freude wie sie auch die Karwoche und das Osterfest kennt, Leben in seiner manchmal kaum zu fassenden Spannung zwischen schrecklichem Leid und sicher auch manchmal überschäumender Lebensfreude.

Entscheidend wird sein, was nach dieser Krise kommt.

Wie und mit welchen Haltungen wird der Alltag seine Fahrt aufnehmen und was ist mit denen, die unter dieser Krise bitter zu leiden haben und die, die einen Gewinn draus ziehen konnten?

Mehr denn je werden wir als Kirche dann gefordert sein. Mehr denn je werden wir Gottes Heiligen Geist brauchen.

Gott möge Sie behüten.

Mit einem Ostersegen möchte ich Ihnen Trost zusprechen,

 

Ihre Dekanin Ingrid Gottwald-Weber

 

„Gott segne dich und behüte dich,
dass du dich durch ihn wieder jung fühlst,
neugierig und unternehmungslustig.
Gott lasse den Frühling auf dich zukommen wie einen aufregenden, jugendlichen Freund, ansteckend ungestüm und unbeschwert.

Gott durchströme dich mit neuer Energie,
dass du wirst wie ein Vogelgezwitscher am Morgen
voller Erwartung und Vorfreude auf den Tag,
offen für prickelndes Leben.

Gott bestrahle dich mit der gesunden Kraft der Sonne,
dass dein inneres Feuer wieder entfacht wird
und du dich aufschwingst mit den Flügeln eines Adlers
in seine unendliche Weite, Freiheit und Geborgenheit.

So segne dich Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.“

 

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Wochenspruch: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. (Sach 4,6b)
Wochenpsalm: Ps 118,24–29
Eingangspsalm: Ps 118,24–29
AT-Lesung: 1. Mose 11,1–9
Epistel: Apg 2,1–21
Predigttext: Apg 2,1–21
Evangelium: Joh 14,15–19(20–23a)23b–27
Wochenlied: Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist
oder
Atme in uns, Heiliger Geist
Liturgische Farbe: Rot


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31.05.2020 Pfingstsonntag

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Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.
Psalm 14,2
Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Römer 12,2

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