Thalmannsfeld

Thalmannsfeld
Bildrechte: Helmut Minderlein

Kirchengemeinden Bergen, Geyern, Kaltenbuch und Thalmannsfeld 

Pfarrer Ulrich Hardt

Pfarramt Bergen
Dannhausener Straße 10

91790 Bergen

Tel.: (09148) 251
Fax: (09148) 908735


E-Mail: pfarramt.bergen@elkb.de

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Nur durch steile Treppen erreichbar war seit jeher die St. Ulrichskirche in Thalmannsfeld. 2013 konnte erstmals eine Zugangsmöglichkeit für Rollstühle und Gehwagen geschaffen werden. Die Kirche wurde wohl im 14. Jahrhundert erbaut, 1717 wurde sie von den Schenken grundlegend neu gestaltet. Aus dieser Zeit stammt auch der Blickfang der Kirche, das große Altarkreuz. Es ist reich mit Akanthusranken geschmückt. So wird aus dem Kreuz, dem Todeszeichen Christi, ein Lebensbaum, ein Hoffnungszeichen der Auferstehung. Im stuckverzierten Chorraum finden sich auch mehrere Grabplatten der Patronatsfamilie. Der „Schenkenstuhl“ freilich wurde nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt. Die Orgel ist auf einer Empore über dem Altar angebracht. So wird die Einheit von Kirchenmusik, Verkündigung und Abendmahl besonders schön betont. Bemerkenswert ist auch das 200 Jahre alte, sehr hohe und schwere Vortragekreuz, das die Konfirmanden oft weite Wege zu den Trauerhäusern und zum Friedhof tragen müssen, der ein gutes Stück von der Kirche entfernt liegt.

Der im 19. Jahrhundert angefügte schiefergedeckte Turm der St. Bartholomäuskirche von Geyern schaut kaum über das Schlossareal hinaus. Über die Entstehung der Kirche ist urkundlich nichts bekannt. Vermutlich entstand sie im 13. Jahrhundert.Zeitweise war auch ein Kaplan in Geyern ansässig, so dass die Stiftung zur Erhaltung der Kirche bis heute den Namen „Kaplaneistiftung“ trägt. Geraume Zeit lang gehörte die „Untergeyerner“ Kirche dann zur Pfarrei Ettenstatt. Bei einem Umbau Anfang des 20. Jahrhunderts wechselten die zahlreichen kunstvollen Grabplatten der Schenken von Geyern vom Fußboden an die Wände und wurden so vor weiterem Verschleiß bewahrt. Die Brüstung der Empore wird durch Bilder der Zwölf Apostel geschmückt. In einer Nische über der Seitentür steht eine sehr schöne Marienfigur aus dem 16. Jahrhundert. Maria hält das Kind auf ihrem Arm, so dass es sich segnend der Gemeinde zuwenden kann – eine Maria in der Nische, die genau dort als „Christusträgerin“ ihren passenden und auch für Evangelische vorbildlichen Platz hat.