Thalmässing - St. Michael

Thalmässing St. Michael
Bildrechte: Helmut Minderlein

Evang. Kirchengemeinden Greding, Schwimmbach und Thalmässing St. Michael

Pfarrer Rudolf Hackner
Diakon Lothar Michel

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91177 Thalmässing

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Im „Oberdorf“ von Thalmässing steht schon von weitem sichtbar die Kirche St. Michael. Die ehemalige Dekanatskirche wurde vom bekannten Barockbaumeister Gabriel de Gabrieli zwischen 1712 und 1714 errichtet. Wir blicken also in diesem Jahr auf eine 300-jährige Baugeschichte zurück, und die hatte es durchaus in sich. Während der 45 Meter hohe, dreigeschossige Kirchturm seit Jahrhunderten nahezu unverändert in den Himmel ragt, mussten beim Kirchenschiff größere Eingriffe vorgenommen werden. Die von Gabrieli geplante Tonnendecke schob mit der Zeit die Längswände nach außen. Weil man befürchtete, dass das ganze Dach ins Kircheninnere stürzen könnte, wurden 1860 die Längswände bis zur Unterkante der Fenster gesimse abgerissen und wieder neu aufgebaut. Durch den neuen Dachstuhl wurden die Seitenwände der Kirche um mindestens 2,5 Meter erhöht, so dass die Proportionen nicht mehr ganz stimmig sind. Das gilt auch für den Innenraum und die weit ins Kirchenschiff ragende Empore: Hatte Gabrieli damals die Empore noch U-förmig angeordnet, so muss man heute erst acht Meter Emporenunterseite durchschreiten, bevor sich der Kirchenraum dem Besucher öffnet. Dann erwartet einen jedoch ein offener, heller Altarraum mit hohen Fenstern, durch die das Tageslicht die Kirche erhellt. Solch ein Anblick ist für fränkische Dorfkirchen eher selten. Ganz oben auf dem Altar, dessen Bild die Gethsemaneszene zeigt, steht die fast lebensgroße Figur des Erzengels Michael, der das Böse in Gestalt eines Engels tötet. Michael ist als barocke Darstellung mit einem federgeschmückten Helm, silbernem Panzerhemd, mit Flügeln aus goldenen Federn, geharnischtem Beinkleid und Speer versehen. St. Michael eignet sich durch den weiten Chorraum, die gute Akustik und eine den Kirchenraum ausfüllende zweimanualige Orgel mit Rückpositiv ganz hervorragend zu Konzerten und Musikveranstaltungen. In letzter Zeit wurden im Eingangsbereich ein „Taufbaum“ und eine Gebetsecke hinzugefügt, um die Lebendigkeit des Gemeindelebens auch in der Kirche sichtbar zu machen.