Reuth unter Neuhaus

Reuth unter Neuhaus
Bildrechte: Helmut Minderlein

Pfarrei Felchbachtal

Kirchengemeinden Ettenstatt, Reuth unter Neuhaus, Weiboldshausen und Höttingen

Pfarrer Joachim Piephans

Pfarramt Ettenstatt
An der Kirche 2

91796 Ettenstatt

Tel.: (09148) 95030
Fax: (09148) 95032


E-Mail: pfarramt.ettenstatt@elkb.de

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Nicht direkt am Felchbach, sondern an dessen Quellgewässer Flurbach liegt Reuth unter Neuhaus, wie die Nachbargemeinden am Steilabfall des Jura angesiedelt. Dort im Wald kann man noch den Burgstall der Neuhaus, ihre Gräben und den Burghügel, finden. In der Dorfmitte steht St. Marien. Der obere achteckige Teil des Turms nimmt diesem die massive Strenge. Der Kirchensaal, über dessen Eingang der schwarz-weiß gevierte Markgrafenschild und die Zahl 1748 das Umbaujahr und den Bauherrn der barocken Neugestaltung markieren, ist mit seinen großen Fenstern ein heller, breiter Raum. Im erhöhten Chor ist auf dem Altarbild wiederum Christi Himmelfahrt zu sehen, „zurückgelassen“ von ihm stehen Kelch und Brot des Abendmals direkt vor der zur Kommunion versammelten Gemeinde. Auch hier rahmen barocke Säulen und Schnitzwerk das Bild ein. Gar nicht bescheiden wird in einem Medaillon zuoberst der Gemeinde gesagt, unter wem sie einst stand: „Sub protectione dei et serenissimi principis, Domini Domini Georgii Friderici Marchioniss Onoldo Brandenburgici anno MDCC“ – Unter dem Schutz Gottes und des Durchlauchtigsten Fürsten, Herrn Herrn Georg Friedrich Markgraf zu Ansbach-Brandenburg, im Jahre 1700“. Bedeutender ist allerdings das Sakramentshäuschen vom spätgotischen Ursprung der Kirche (1480); später wurde sein filigraner Überbau teils zerstört und wieder nachgebildet. Es trägt, der Widmung der Kirche entsprechend, eine schlichte Marienfigur mit dem Jesuskind auf dem Arm. In der Sakramentsnische wird die Totenkrone des Ortes aufbewahrt, die heutzutage zwar nicht mehr auf den Sarg von ledig Verstorbenen gebunden, jedoch bei Beerdigungen von solchen Gemeindegliedern durchaus neben das Lesepult gestellt wird. Die „Weck’nspent“ und manches andere zeigen die eigenständige Tradition dieser kleinen, kaum einhundert Glieder umfassenden Kirchengemeinde, die schon immer nach Ettenstatt eingepfarrt war.