Offenbau

Offenbau
Bildrechte: Helmut Minderlein

Kirchengemeinde Eysölden und Offenbau

Pfr. vakant - vertreten durch Pfrin Beate Kraus, Alfershausen

Pfarramt Eysölden
Eysölden G 4

91177 Thalmässing

Tel.: (09173) 77995
Fax: (09173) 7996
E-Mail: pfarramt.alfershausen-heideck@elkb.de

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Offenbau war ursprünglich Filialgemeinde der Urpfarrei Eysölden, ehe es 1558 eine selbstständige Pfarrei wurde. Seit 2012, also nach 454 Jahren, ist sie wieder der Pfarrei Eysölden zugeordnet. Über die Ursprünge der Kirche St. Erhard zu Offenbau ist nichts Genaues bekannt. Im uralten „Gült- und Zinsbuch zu Offenbau anno 1423“ sowie im „Gült- und Zinsbüchlein anno 1455“ ist von einem Gotteshaus zu „Offenpauer“ die Rede. Kirchenpatron ist St. Erhard, Bischof und Apostel in Regensburg um 700 n. Chr. Die Untergeschosse des Turmes stammen bereits aus dem 13./14. Jahrhundert, die Glockenstube wurde 1730 darüber erbaut. Das Langhaus wurde 1866 erweitert und dabei völlig neu errichtet. Der barocke Altar stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Bereits im Jahr 1700 entstand die Kanzel. 1703 wurde der Turm renoviert; die Glockenstube ist aus der Zeit um 1730. 1712 wurden ein neuer Altar und eine neue Kanzel eingebaut. Die heutige zweimanualige Orgel der Firma Eule aus Bautzen mit 15 Registern (die dritte in der Geschichte der Kirche) stammt aus dem Jahr 1989. 1866 wurde ein Umbau der alten baufälligen und zu kleinen Kirche notwendig. Das Kirchenschiff wurde verlängert und erhöht. Der am 17. April 1866 begonnene Umbau wurde bereits am 18. November desselben Jahres mit der feierlichen Weihe abgeschlossen. 1868 wurde das Altargemälde „Einsetzung des Heiligen Abendmahles“, 1876 eine dritte Turmglocke gestiftet. 1894 hat man die Kirche neu getüncht und ausgemalt nach Entwürfen von Professor Steindorff aus Nürnberg. An Gemälden im Kirchenraum sind noch ein Bild des Reformators Martin Luther zu nennen, eine Darstellung der Segnung der Kinder durch Jesus sowie ein Deckengemälde, das das Lamm Gottes zeigt, das der Welt Sünde trägt. Im Jahr 2001 wurden von zahlreichen Kindern und Erwachsenen unter Leitung von Elisabeth Hager die „Fenster der erfüllten Verheißungen“ geschaffen, die seitdem die Südseite schmücken und bei Sonneneinstrahlung ganz besondere Lichteffekte im Kirchenraum erzeugen. Jüngste Stücke sind die vier Evangelistensymbole von 2009 an der Kanzel.