Wahl zur Landessynode

Mit großer Freude dürfen wir mitteilen, dass am 8. Dezember 2013 anlässlich der Wahl zu unserer bayrischen Landessynode  die beiden Kandidaten des Dekanates Weißenburg in die Synode gewählt wurden.

Pfarrer Joachim Piephans aus Ettenstatt,  als ordinierter Synodaler für den Teilwahlkreis 057-058, also für die Dekanate Pappenheim, Schwabach-Roth und Weißenburg, vertreten wird er durch Pfarrer Dr. Karl Eberlein aus Roth und Gabriele Auernhammer, Kaufm. Angestellte aus Kaltenbuch, Mitglied des Präsidiums der Dekanatssynode für den Teilwahlkreis 058, also für die Dekanate Pappenheim und Weißenburg, vertreten wird sie durch Christian Früh aus Treuchtlingen-Dietfurt.

Laut Kirchenverfassung setzen sich die 89 gewählten Synodalen aus 60 Nichtordinierten und 29 Ordinierten (darunter 10 DekannInnen) zusammen. Weitere werden berufen.

Die Landessynode hat unter anderem die Aufgabe der kirchlichen Gesetzgebung, sie beschließt die kirchlichen Leitlinien, entschiedet über die Einführung und Änderung  von Agende, Gesangbuch und Katechismus, sie entscheidet über die Landesstellenplanung, den Haushaltsplan und wählt den Landesbischof/die Landesbischöfin.

Zu Pfarrer Joachim Piephans:
Pfarrer in Ettenstatt
48 Jahre, geb. in Wassertrüdingen, verheiratet, drei Kinder (20,18, 14), Vikariat in Niederbayern
ein Jahrzehnt Pfarrer in der extremen Bayerwald-Diaspora
ein Jahrzehnt Pfarrer im Weißenburger Land

„Mit meiner Familie lebe ich das klassische, offene „Pfarrhaus“, mit ehrenamtlich mitarbeitender Ehefrau, eher Praktiker denn Avantgarde - in einer durch die Landesstellenplanung neu gebildeten Pfarrei mit vier Kirchengemeinden. Die Pfarrersarbeit in traditioneller, ländlicher Kirchlichkeit sowie in den Herausforderungen neuer Strukturen ist mein tägliches Brot.
Ich möchte in der Landessynode dieses Alltagsleben in unseren Dorfgemeinden und den kritischen Blick auf die Landeskirche einbringen.

Die zunehmende Technokratisierung der ELKB hinterfrage ich kritisch. Wir machen uns abhängig von einem IT-Konzern. Was nicht in SAP darstellbar ist, gibt es nicht mehr.

Das einfache Kirche-Sein und die unbedingte Zuwendung zu den Kirchengliedern, ja zum Menschen überhaupt darf nicht auf der Strecke bleiben, es muß die Grundform kirchlichen Handelns sein. Kostspielige und fragwürdige Kampagnen und Projektstellen sind mit mir nicht zu machen.“

 

Zu Frau Gabriele Auernhammer:
41 Jahre alt, ledig und habe keine Kinder.

„Ich arbeite als kaufm.  Angestellte in einem Landtechnik und Metallbau Betrieb.
Da ich ein Kind vom Land bin, habe ich so lange ich mich erinnern kann, schon etwas mit Kirche zu tun.  Ich weiß noch, dass wir Jüngsten immer den Opa aufwecken mussten, wenn der GD vorbei war.
Seit meinen 23 Lebensjahr bin ich im Kirchenvorstand, also die vierte Periode, und die zweite Periode im Dekanatsausschuss, hier bin ich auch Mitglied des Präsidiums.
Da hab ich auch gemerkt, dass mir die Gremienarbeit sehr viel Spaß macht. . Gemeinsam um bestmögliche Lösungen zu  ringen, die nicht immer einfach sind. Sozusagen habe ich am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn man eine Entscheidung der Landessynode  dann auf Dekanatsebene umzusetzen  hat. Hier nur das Beispiel der Umsetzung der Landesstellenplanung, sicherlich sind hier auch einige Personen anwesend, die so manche Nacht damit verbracht haben, den Weg mit dem geringsten Schaden zu finden. Denn so etwas hinterlässt ja immer Narben.

Nachdem mich vor längerer Zeit unser Pfarrer Herr Funk und später dann auch unsere Dekanin Frau Gottwald-Weber darauf angesprochen haben, ob ich mir nicht vorstellen könnte, für die Landessynode zu kandidieren, war meine erste Reaktion: Da gib es bestimmt  Gescheitere als mich!!
Und so richtig konnte ich mit dem Begriff „Landessynode“ am Anfang auch nichts anfangen, wenn ich ganz ehrlich bin.

Nachdem ich mich dann etwas damit beschäftigt und informiert hatte, bin ich zu dem Entschluss gekommen, es doch einmal mit einer Kandidatur zu versuchen.
Sicherlich bin ich niemand, der los marschiert und die Welt verändern will! Aber ich bin durchaus jemand, der sich alles erst einmal anhört, sich dann seine Meinung bildet und diese  dann auch zu sagen  und zu vertreten traut und die Verantwortung dafür übernimmt.
Bieten kann ich einen gesunden Menschenverstand und die Bereitschaft, diesen auch einzusetzen.